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Verizon übernimmt Yahoo

25-07-2016

Die seit Monaten anhaltende Talfahrt Yahoos hat nun das absehbare Ende gefunden: Die Internetsparte hat einen Käufer gefunden.

Marissa Mayer hat lange gekämpft - und doch verloren. Seit genau 4 Jahren ist sie CEO von Yahoo. Angetreten war die ehemalige Google-Managerin, um dem Internetdienst Yahoo, der während ihres Amtsantritts bereits schwer angeschlagen war, neues Leben einzuhauchen. Und der IPO des chinesischen Online-Händlers Alibaba, an dem Yahoo Anteile hält, schien ihr in die Karten zu spielen.  Durch den Verkauf von Anteilen wollte sie Geld für Yahoo locker machen. Auf Druck der Yahoo-Aktionäre sollten Zukäufe den Internetdienst attraktiver machen. Doch wie bereits bei der milliardenschweren Übernahme von Tumblr war Mayer auch hier kein glückliches Händchen beschieden. 53 Übernahmen gab es in ihrer Amtszeit, wovon die meisten komplett floppten. Eine weitere fatale Fehlentscheidung war ihre Einschätzung, sie können weitere Alibaba-Anteile verkaufen und den Gewinn steuerfrei an Yahoos Aktionäre durchreichen.

Trotz kleinerer Teilerfolge konnte Mayer den Untergang des ehemaligen Internet-Riesen-Yahoo, der vor allem durch seine Suchmaschine und seinen E-Mail-Dienst groß geworden war, nicht aufhalten. Nach einer Abspaltung der Internetsparte vom Rest des Unternehmens (d.h. die Alibaba-Anteile sowie der gewinnbringend operierende Firmenteil Yahoo Japan sind nicht Teil des Verkaufspakets) wird diese nun nach heutigen Meldungen an den US-Telekommunikationskonzern Verizon verkauft. Nachdem in den vergangenene Wochen auch über ein Interesse von AT&T sowie mehrerer Hedgefonds-Gesellschaften berichtet worden war, hat Verizon nun das Bieterrennen gewonnen. Der Mobilfunk-Anbieter, der 2015 bereits AOL gekauft hatte, möchte sich damit neue Geschäftsfelder erschließen. Auch wenn der operative Firmenwert von Yahoo auf nahezu Null geschätzt wird, ist Verizon der Deal immerhin 4,8 Milliarden $ wert.

Angeblich verfügen Yahoo-Dienste noch über etwa 700 Millionen Nutzer weltweit. Diese plus Yahoos Maildienst, Suche, Content und Werbetechnologie hofft Verizon nutzen zu können, insbesondere um auf seinen Smartphones Angebote zu schaffen, die es mit denen von Google und Facebook aufnehmen können. Es wird erwartet, dass Marissa Mayer Yahoo bald verlassen wird. Trotz erfolgloser Jahre dürfte ihr der Abschied durch eine satte Abfindung versüßt werden.

Einen umfassenden englischsprachigen Bericht über die Geschichte von Yahoo und den nun anstehenden Kauf durch Verizon finden Sie in diesem Artikel der New York Times.

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