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SSL-Verschlüsselung und SEO

01-02-2017 0

Wie der Umzug gelingt

Für Online-Shops ist https eigentlich ein Muss, aber auch viele andere Websites wollen sich davor schützen, dass Daten von ihnen abgegriffen werden.

Denn schon bei so einfachen Funktionen, wie z.B. einer Newsletter-Anmeldung oder dem Login in einen speziellen Nutzerbereich werden ja persönliche Daten ausgetauscht. Und da Google einer Site mit https auch noch einen Rankingbonus einräumt, spricht viel dafür seine Homepage mit SSL (oder aktueller: TSL, denn in der Weiterentwicklung von SSL wurde zu einer neuen Version unter der Bezeichnung TSL übergegangen) zu verschlüsseln. Doch ein SSL-Zertifikat kostet nicht nur in der Regel Geld, sondern es wird auch von vielen gescheut, weil sie den Aufwand fürchten bzw., dass sie in dem zugegebenermaßen recht umfangreichen Umstellungen den Überblick verlieren und daher Ihre Site verschlimmbessern.

Befindet sich vor einer Webadresse ein kleines, grünes Schloss, so ist das das Zeichen, dass diese Seite unter https läuft. Je nach Browser und Inhalt einer Webseite kann es auch zu anderen Meldungen bezüglich des Sicherheitsstatus einer Site kommen. Die Verschlüsselung wird durch einen Zertifikatsanbieter vorgenommen und auch dem Browser bestätigt. Es gibt verschiedenste Anbieter von SSL-Zertifikaten und auch verschiedene technische Verfahren der Verschlüsselung und die Browser trauen nicht jedem gleichermaßen. Um sicher zu gehen, dass ein genutztes Verschlüsselungsverfahren auch up to date ist, muss es regelmäßig erneuert werden. Die gängigen Zertifikate schlagen meist mit um die 100 Euro pro Jahr zu Buche. Es gibt auch kostenlose Zertifikate (am bekanntesten dürfte „Let's Encrypt“ sein), aber hier sollte man vorsichtig sein, was deren Akzeptanz angeht. Zudem sichert man sich durch ein kostenpflichtiges Zertifikat meist auch noch einen gewissen Service beim Provider, was vor allem bei der Installation hilfreich sein kann.

Sicherheits- sowie SEO-technisch ist eine Verschlüsselung nur für solche Unterseiten notwendig, auf denen sensible Daten ausgetauscht werden. Es empfiehlt sich allerdings gleich die ganze Homepage zu verschlüsseln, nicht zuletzt, weil das grüne Schloss vor der URL einer Site zunehmend positiv wahrgenommen wird. Mit dem Erstehen eines Zertifikats und seiner Installation auf dem Server ist es aber leider noch lange nicht getan – zumindest in Hinblick auf SEO. Die Installation an sich ist auch kein großes Hexenwerk und falls man da an seine Grenzen stößt, bieten sowohl Webhoster als auch Zertifikatsanbieter meist sehr brauchbare Hilfestellungen an. Die wirklich aufwändige Arbeit beginnt eigentlich erst nach der Installation und sie umfasst so einiges. Wir können hier nicht alles en detail darstellen, aber eine Aufzählung und kurze Erläuterung der einzlenen Schritte können wir anbieten.

SLL-Symbol im BrowserAus SEO-Sicht ist das Allerwichtigste die Umleitung aller (!!!) von Google indexierten URLs durch einen 301er Redirect. Glücklicherweise lässt sich dies über entsprechende Einträge in der htaccess gut bewerkstelligen. Auch reicht diese Änderung aus und man muss sich keine Gedanken über „Canonical-“ oder „Noindex-“ Eintragungen für die alten http-URLs machen. Die Umleitung genügt, um eine Wertung als Double Content zu vermeiden. Vorsicht ist allerdings bei bereits existierende „Canonical“-Verweisen geboten, denn diese müssen jetzt auf die https-Adresse zielen.

Interne Verlinkungen müssen ebenso auf https umgestellt werden wie Pfade zu Bildern oder Dateien, die über die Homepage ausgeführt oder durch sie aufgerufen werden (z.B. JavaScript oder CSS, auf der Site hinterlegte PDFs oder andere Dokumente). Das gilt natürlich auch für Banner von Externen, die auf einer Website eingebunden sind. Sind diese Banner nicht über https aufzurufen, kommt es hier zu Problemen und man muss notfalls auf diese verzichten.

Vielfach wurde schon diskutiert, wie sinnvoll es ist, dass man alle Backlinks, die auf die eigene Website verweisen, umstellen lässt. Dies wäre für viele, die schon jahrelang Link Building betreiben ein schier unendlich anmutendes Projekt, denn es führt ja kein Weg daran vorbei, sämtliche Webmaster, auf deren Sites die Backlinks liegen, zu kontaktieren und um Änderung zu bitten. Aber Google hat dazu selbst Potition bezogen und sagt, dass dieser Aufwand besser in jetziges und zukünftiges SEO gesteckt werden sollte, da der Ranking-Verlust durch die 301er-Umleitung nicht stark ins Gewicht fallen sollte.

Wenn all diese Anpassungen erfolgt sind, sollte man dafür sorgen, dass Google die Seite problemlos neu indexieren kann. Dazu muss die robots.txt ebenso angepasst werden wie die Sitemap. Eine schnelle Reindexierung sichert man sich dadurch, dass man die neue https-URL nun in der Google Search Console anlegt und die passende Sitemap dort hochlädt.

Ein Umzug auf https sollte nur dann vorgenommen werden, wenn man sensible Daten bisher in einem ungesicherten Umfeld erfasst hat oder wenn sowieso gerade ein Relaunch ansteht. Möglichrweise wird der Rankingvorteil, den Google SSL-geschützten Websites einräumt in Zukunft stärker ins Gewicht fallen, von daher ist der Umzug also auf jeden Fall empfehlenswert.

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