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Negativ-SEO - wenn Webseiten unter Beschuss geraten

09-07-2014 1

Die Logik des Google-Systems, „gute“ Links zu belohnen und „schlechte“ zu bestrafen, hat den Nebeneffekt, dass durch gezielt negativen Linkaufbau die Seite eines Konkurrenten geschwächt werden kann

und so in den Suchergebnisse immer weiter abrutscht oder im schlimmsten Fall sogar aus dem Suchindex rausgeschmissen wird. Einige Vorfälle dieser Art wurden bereits bekannt, so z.B. der eines Online-Shops, der sogar damit erpresst wurde, dass man ihn aus den Top-Suchergebnissen 'rausschießen' würde, sofern er nicht zahlt.

Zwar behauptet Google, dass Negativ-SEO eigentlich gar kein ernst zu nehmendes Thema sei. Angeblich sind solche Angriffsversuche äußerst selten und die Anzahl derer, die 'erfolgreich' sind, noch weit geringer. Google rühmt sich, solche Unregelmäßigkeiten im Linkaufbau zu erkennen und als Angriff klassifizieren zu können. Aber diese Argumentation muss bezweifelt werden, denn der Suchmaschinenbetreiber hat sich ja auf die Fahnen geschrieben, gerade durch das Erkennen solcher Unregelmäßigkeiten auch aktive Spamversuche von Webseiten-Betreibern zu erkennen und abzustrafen. Das große Problem ist also, dass es keine Möglichkeit gibt zu überprüfen, von wem unlauterer Linkaufbau betrieben wird: vom Inhaber einer Website oder von einem Konkurrenten/Feind.

Zudem sieht Google in negativem SEO auch deshalb kein Problem, weil es ja den Disavow-Prozess gibt, also die Möglichkeit einen Antrag zu stellen, dass bestimmte Backlinks nicht gewertet werden. Damit liegt die Pflicht der Abwehr aber einerseits bei den Angegriffenen und andererseits ist der Disavow-Prozess undurchsichtig und Google gibt keine Auskünfte darüber, wann und ob sie die angeforderte Entwertung von Backlinks vornimmt. Wer sich inmitten eines gezielten Angriffes befindet, wird auch ganz schön was zu tun bekommen, denn eine automatisierte Generierung schlechter Backlinks erzeugt einiges an 'Material'.

Einmal mehr zeigt sich das System, nach dem Google und andere Suchmaschinenbetreiber ihre organischen Suchergebnisse ermitteln, als fragwürdig. Natürlich ist die Logik, dass Backlinks im guten Fall als positive Empfehlung und im schlechten Fall als Spamversuch gewertet werden, nachvollziehbar, aber die ganze Sache hakt bei der Beurteilung dessen, was als 'gut' und was als 'schlecht' zu bewerten ist oder auch - wie das Beispiel Negativ-SEO zeigt - bei der Frage, wer für das Setzen schlechter Backlinks verantwortlich ist.

Das Herunterspielen des Themas scheint unangebracht, denn Google und Co. würden sich keine goldene Nase verdienen, wenn Menschen und ihre Unternehmen nicht abhängig von guten Suchmaschinen-Positionierungen wären. Ganz böse Zungen behaupten sogar, dass Google überhaupt kein Interesse an einem geordneten und fairen System für die organischen Suchergebnisse hat, weil durch deren 'Beliebigkeit' der Anreiz steigt AdWords bzw. andere kostenpflichtige Werbeformen zu schalten.

Ein gangbarer Weg, negative Suchmaschinenoptimierung zu vermeiden und Webseiten vor den negativen Konsequenzen schlechter Backlinks zu schützen, wäre es, Links von als 'schlecht' eingestuften Seiten (also einschlägigen Directories und andere Spam-Pages) einfach nicht zu werten - so würde es jedenfalls die Richtigen treffen!

1 Kommentar

  • teleskopmast gfk

    Google nimmt zu vielen Themen Stellung, aber die Antworten muss wohl jeder selber auswerten. Schlechte Backlinks zu setzen, gehört generell nicht zum guten Ton. In der Hinsicht verstehe ich Google also schon, wenn sie sagen: "dich mahnen wir ab". Allerdings gibts natürlich auch die Kehrseite: Was sind schlechte Links? Google sagt zwar, dass es eigentlich nur schlechte Links sind, wenn sie zu Seiten zeigen, die gegen gute Sitten verstoßen, aber...naja. Bei Google verstößt es wohl auch schon manchmal gegen gute Sitten, jemanden zu verlinken, dessen URL einen negativen Namen hat.

    teleskopmast gfk Montag, 28 Juli 2014 17:32

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